BNetzA eröffnet Zulassungsverfahren zur Frequenzversteigerung

Mit der Eröffnung des Zulassungsverfahren für die Versteigerung, biegt die Neuverteilung und -zuteilung der Mobilfunkfrequenzen auf die Zielgerade ein. Unternehmen können nun bis zum 6. März 2015 entsprechende Anträge bei der Bundesnetzagentur einreichen.

Voraussichtlich im Mai oder Juni 2015 werden in Mainz die Karten im deutschen Mobilfunkmarkt neu gemischt. Oder auch nicht, denn zu erwarten ist, dass die nunmehr drei etablierten Netzbetreiber, die für diesen Termin vorgesehene Auktion weitestgehend unter sich ausmachen werden. So hatte sich der potentielle Mobilfunkneueinsteiger Liquid Broadband zuletzt wenig Hoffnung gemacht mit eigenen Geboten mithalten zu können. Mit dem nun durch die Bundesnetzagentur eröffneten Zulassungsverfahren zur Frequenzversteigerung steht jedoch bis zum 6. März 2015 allen Unternehmen die an der Versteigerung teilnehmen wollen, die Möglichkeit offen einen entsprechenden Antrag bei der Behörde einzureichen.

Die Entscheidung der Bundesnetzagentur schafft die Voraussetzungen für die Versteigerung von Frequenzen für mobiles Breitband“, sagt Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur und ergänzt: „Als erstes Land in Europa wollen wir auch die Frequenzen im 700-Megahertz-Bereich hierfür vergeben. Insbesondere die frühzeitige Vergabe dieser Frequenzen soll im ländlichen Raum die Breitbandversorgung im Wettbewerb der Anbieter spürbar verbessern“.

Insgesamt kommen dieses Jahr Frequenzen aus drei Bereichen unter den Hammer. Zwei mal 30 Megahertz stehen im 700-Megahertz-Bereich zur Verfügung, weil diese durch die Umstellung der Rundfunkausstrahlung auf DVB-T2 frei werden. Diese Frequenzen sind besonders für die Erschließung des ländlichen Raumes geeignet, weil hier mit wenigen Mobilfunkmasten große Flächen versorgt werden können.

Außerdem werden die bereits für den Mobilfunk genutzten Frequenzen in den Bereichen 900 und 1.800 Megahertz erneut versteigert. Deren Nutzungsrechte laufen nämlich Ende 2016 aus. Im Bereich von 1.800 Megahertz werden zudem Frequenzen versteigert, die bislang frei geblieben sind, damit mobile Festnetztelefone nicht gestört werden. Dieser sogenannte DECT-Schutzabstand kommt nun mit unter den Hammer.

Der jetzigen Entscheidung zur Eröffnung des Zulassungsverfahrens waren umfangreiche Konsultationen interessierter Kreise mit dem Beirat der Bundesnetzagentur vorausgegangen.

(kb)

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