BNetzA hat Entwurf zur Mobilfunkfrequenzversteigerung vorgelegt

Die Bundesnetzagentur hat heute ihren Entscheidungsentwurf zur Versteigerung von Frequenzen in den Bereichen 700 MHz, 900 MHz, 1800 MHz und 1,5 GHz für die Breitbandnutzung zur Anhörung gestellt. Die Behörde plant die Auktion im 2. Quartal 2015 durchzuführen.

Die Bereitstellung zusätzlicher Frequenzen, ist ein wichtiger Bestandteil der Digitalen Agenda der Bundesregierung, um auch in ländlichen Gebieten über mobile Breitbandzugänge eine flächendeckende Versorgung mit schnellen Internetzugängen zu erreichen.

Dabei spielen insbesondere die Frequenzen im 700-MHz-Bereich eine wichtige Rolle, die durch die Aufrüstung des terrestrischen Digitalfernsehens auf den Übertragungsstandard DVB-T2 frei werden sollen – die sogenannte „Digitale Dividende II“. Aber auch Frequenzen in anderen Bereichen sollen bei einer Versteigerung unter den Hammer kommen.

Bereits im Juni 2013 hatte die Bundesnetzagentur Pläne zu einer Auktion für Mobilfunk-Frequenzen bestätigt. Jetzt hat die Behörde einen entsprechenden Entscheidungsentwurf zur Anhörung vorgelegt, der eine Durchführung der Frequenzversteigerung für das 2. Quartal 2015 vorsieht.

Die rasch anwachsende Nachfrage nach breitbandigen Anschlüssen erfordert eine zeitnahe Bereitstellung von Frequenzen für den Ausbau des mobilen Breitbandes in Deutschland“, so der Präsident der Bundesnetzagentur Jochen Homann.

Neben den Ende 2016 auslaufenden Vergaben in den Frequenzbereichen von 900 MHz und 1800 MHz sind auch Frequenzblöcke in den Bereichen 900 MHz und 1,5 GHz zur Versteigerung vorgesehen. Stellungnahmen zu dem Entscheidungsentwurf können bis zum 26. November 2014 eingereicht werden.

(kb)

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