E-Plus-Übernahme: EU-Kommission gibt finales grünes Licht

Vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass die Europäische Kommission neue Ermittlungen zur E-Plus-Übernahme durch Telefónica Deutschland aufgenommen hatte. Offenbar gab es keine Beanstandungen, denn nun wurde die finale Freigabe erteilt, wie Telefónica Deutschland mitteilt.

Seitens der europäischen Wettbewerbshüter steht der Übernahmen von E-Plus durch Telefónica Deutschland (O₂) nichts mehr im Weg. Wie die deutsche Tochter des spanischen Telekommunikationskonzerns mitteilte, hat die Europäische Kommission abschließendes grünes Licht für den Deal gegeben.

Die finale Freigabe durch die Europäische Kommission ermöglicht es uns, die Transaktion bald abzuschließen und damit ein führendes digitales Telekommunikationsunternehmen in Deutschland zu formen“, so Markus Haas, Strategievorstand von Telefónica Deutschland.

Erst vor zwei Tagen hatte es so ausgesehen, als würde sich die Übernahme noch etwas verzögern. Wie bekannt wurde, hatte die EU-Kommission neue Ermittlungen eingeleitet um einen Teil des Geschäfts noch einmal genauer zu untersuchen. Konkret ging es dabei um die Vereinbarung, die Telefónica Deutschland mit der Drillisch-Gruppe getroffen hatte, um Forderungen der europäischen Wettbewerbshüter entgegen zu kommen. Offenbar sieht die Kommission die vertragliche Vereinbarung, nach der Telefónica Deutschland mindestens 20 Prozent der zusammengelegten Netzkapazitäten via Mobile Bitstream Access an Drillisch verkauft, als ausreichend, um den Wettbewerb auf dem deutschen Mobilfunkmarkt aufrecht zu erhalten.

Telefónica Deutschland will die Übernahme noch im dritten Quartal 2014 über die Bühne bringen und wird als nächstes die dazu notwendigen Kapitalmaßnamen durchführen.

(kb)

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