Hemlis: Video zeigt Funktionen der sicheren WhatsApp-Alternative

Ein kurzes Video gibt einige Impressionen von Funktionen der Messenger-App Hemlis. Diese befindet sich noch immer im Beta-Status. Zur Zeit arbeiten die Entwickler am Messaging-Server und bereiten diesen auf Millionen von Benutzern vor. Danach soll die Messaging-App veröffentlicht werden.

Seit dem letzten echten Statusupdate im Januar 2014 ist ein halbes Jahr vergangen. In der Zwischenzeit haben sich die Entwickler mit aktuellen Informationen zur Messaging-App Hemlis etwas schwer getan. Lediglich zwei Meldungen haben sie veröffentlicht, in denen es eher um organisatorische und übergeordnete technische Fragen ging. Nun haben sich die Hemlis-Macher mit einem neuen Video und ein paar neuen Informationen zum Entwicklungsstand zurückgemeldet.

Das gut einminütige Video zeigt neben der Kontaktliste auch die Chat-Ansicht der Messaging-App. Dabei sieht man zum einen wie die Auswahl von Emoticon gelöst ist, zum anderen wird die Einbindung und Darstellung von Videos und Fotos präsentiert. Mehr als einen ersten Eindruck liefert das Video, das Hemlis auf dem iPhone zeigt, jedoch nicht. Die grundlegende Optik des Messengers war bereits in einem ersten Video zu sehen, das die Hemlis-Macher im Oktober 2013 veröffentlicht hatten.

Im aktuellen Blogartikel berichten die Entwickler darüber, dass sie zur Zeit damit beschäftigt sind die Skalierung der Server-Komponente in den Griff zu bekommen. Dabei gelte es Millionen von Benutzern und gigantische Mengen von Attachments zu meistern. Da das System sowohl Gruppenchats, als auch die gleichzeitige Nutzung mehrere Geräte erlaube, müsse der Server mit einer großen Anzahl von Verbindungen zurecht kommen. Sobald man die Herausforderungen mit der Skalierung der Server gemeistert und die letzten Fehler ausgebügelt habe, werde man die Veröffentlichung der Apps in den App Stores beginnen.

Vor rund einem Jahr wurde das Hemlis-Projekt mit dem Anspruch gestartet, eine sichere Alternative zu WhatsApp werden zu wollen und hatte von Beginn an für einige Aufmerksamkeit gesorgt. Nach nur 36 Stunden wurde das Finanzierungsziel von 100.000 Euro mittels Crowdfunding erreicht. Ein Grund dürfte sein, dass der Pirate-Bay-Gründer Peter Sunde zu den Machern von Hemlis zählt. Dass dieser zur Zeit eine 5- bis 8-monatige Haftstrafe im Zusammenhang mit Pirate Bay verbüßt, könnte dazu beigetragen haben, dass die Entwicklung des Messaging-Dienstes in den letzten Monaten etwas ins Stocken geriet.

(kb)

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