Telekom schafft in ersten Städten Voraussetzungen für Vectoring

Die Deutsche Telekom hat in zehn Städten die Ortsnetze für den Einsatz von VDSL-Vectoring ausgebaut. Damit werden Geschwindigkeiten von bis zu 50 Mbit/s, ab der zweiten Jahreshälfte 2014 sogar 100 Mbit/s, möglich. Im kommenden Jahr soll der Ausbau weiter beschleunigt werden.

Vor nicht einmal einem Jahr, im Dezember 2012, hatte die Deutsche Telekom die Einführung von VDSL-Vectoring bei der Bundesnetzagentur beantragt. Im Vorfeld hatten Mitbewerber Bedenken geäußert, da sie den Wettbewerb, durch die technologiebedingte exklusive Nutzung der Kabelbündel auf der sogenannten letzten Meile, gefährdet sahen. Nachdem diese Zweifel durch die verpflichtende Bereitstellung eines angemessenen Bitstromproduktes weitestgehend ausgeräumt werden konnte, stimmte die EU-Kommission der Einführung von VDSL-Vectoring zu und die Bundesnetzagentur genehmigte Ende August 2013 den Einsatz.

Jetzt meldet die Telekom, dass in den Ortsnetzen von Albstadt-Ebingen, Bad Nenndorf, Hennigsdorf, Hosenfeld, Kalbach, Kevelaer, Löhne, Lübbecke, Neuhof-Hauswurz und Prenzlau alle notwendigen Voraussetzungen geschaffen wurden und die Kunden ab sofort VDSL-Anschlüsse mit bis zu 50 Mbit/s buchen können. Dazu mussten laut Telekom die Verbindungen zwischen Vermittlungsstelle und Multifunktionsgehäusen (die grauen Kästen am Straßenrand) von Kupferkabeln auf Glasfaserleitungen umgerüstet werden. Außerdem wurden die Verteilerkästen so verteilt, dass die Leitungslängen zu den Haushalten für VDSL geeignet sind. Ab dem zweiten Halbjahr 2014 sollen die Geschwindigkeit noch einmal erhöht werden. Dann sind Übertragungsraten von bis zu 100 Mbit/s möglich.

Gleichzeitig will die Telekom die Ausbaugeschwindigkeit bei VDSL und Vectoring erhöhen. So sollen im kommenden Jahr weit über 100 zusätzliche Ortsnetze mit mehr als drei Millionen Haushalten von der schnelleren Übertragungstechnologie profitieren. „Die nächsten 45 Ortsnetze sind bereits terminiert und werden bis März 2014 schrittweise eingeschaltet. Dann profitieren bereits eine Million Haushalte von unserem Ausbau“, so Bruno Jacobfeuerborn, Geschäftsführer Technik bei der Telekom.

(kb)

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