Telekom warnt vor Spam-Rechnungen mit persönlicher Ansprache

Die Deutsche Telekom warnt vor einer neuen Qualität beim Phishing über gefälschte Rechnungen. Demnach existieren einzelne Spam-Mails in denen die Betroffenen mit korrektem Vor- und Nachnamen angesprochen werden. Bisher galt dies als ein Merkmal für echte Rechnungsmails der Anbieter.

Vor knapp einem Monat hat die Deutsche Telekom erstmals vor einer aktuellen Spam-Welle mit gefälschten Rechnungen gewarnt. Auch Kunden von Vodafone und 1&1 sind das Ziel der Kriminellen. Beide Unternehmen hatten ebenfalls vor den gefälschten Rechnungen mit Schadcode im Gepäck gewarnt. Nun nimmt die Spam-Welle eine neue Qualität an. Nach Angaben der Telekom sind erste E-Mails aufgetaucht, in denen die Betroffenen mit dem korrekten Vor- und Nachnamen angesprochen werden.

Bislang hatten die Unternehmen eine fehlende korrekte Ansprache mit dem richtigen Namen als wichtigen Hinweis dafür genannt, um zu erkennen, dass es sich bei einer erhaltenen vermeintlichen Rechnung um eine Fälschung mit bösen Absichten handelt. Durch die personalisierte Ansprache in den Phishing-Mails ist dies nun schwieriger geworden. „Damit haben wir eine neue Stufe des arglistigen Täuschens erreicht. Für die Nutzer bedeutet das: Jede einzelne Mail noch kritischer anschauen und auch auf kleine Details achten, die verdächtig wirken“, sagt Thomas Tschersich, Leiter IT- und physische Sicherheit der Deutschen Telekom.

Das Unternehmen rät zu erhöhter Aufmerksamkeit beim öffnen der E-Mails und gibt weitere Hinweise, wie sich gefälschte Rechnungen erkennen lassen.

(kb)

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