Vectoring: Telekom erschließt 400.000 weitere Haushalte

Die Deutsche Telekom hat nach eigenen Angaben 400.000 weitere Haushalte per Vectoring mit 100 Mbit/s-schnellen VDSL-Anschlüssen versorgt. In Cottbus, Dinslaken, Göttingen, Heilbronn, Herne, Münster, Peine, Recklinghausen, Velbert und Wittenberg profitieren Kunden von dem Ausbau.

In der Ausbaukarte sind die betreffenden Gebiete noch nicht alle als versorgt gekennzeichnet. Aus einem Facebook-Eintrag der Telekom geht jedoch hervor, dass für 400.000 Haushalte ab sofort VDSL-Anschlüsse mit einer Downloadrate von bis zu 100 Mbit/s zur Verfügung stehen.

In den Städten Cottbus, Dinslaken, Göttingen, Heilbronn, Herne, Münster, Peine, Recklinghausen, Velbert und Wittenberg hat der Bonner Konzern demnach das Netz soweit ausgebaut, dass an vielen Anschlüssen Vectoring eingesetzt werden kann. Laut Telekom soll der Ausbau weitergehen und in diesem Jahr noch einige Städte und Gemeinden mit Vectoring-fähigen VDSL-Anschlüssen versorgt werden.

Damit Vectoring eingesetzt werden kann, müssen die grauen Kästen am Straßenrand (Kabelverzweiger) per Glasfaser angebunden werden. Von dort aus geht es dann auf den alten Kupferleitungen weiter. Hier sorgt die Vectoring-Technologie dann dafür, dass ungewollte Störungen innerhalb der Kabelbündel eliminiert und somit die hohen Geschwindigkeiten erreicht werden können.

Vectoring wird als eine Übergangstechnologie betrachtet. Langfristig sind Geschwindigkeitszuwächse nur noch über die direkte Anbindung der Haushalte per Glasfaser (FTTH) zu erreichen. Während Kritiker sagen, dass Vectoring den zügigen Ausbau mit zeitgemäßer Technik verhindere, sind die Befürworter der Auffassung, dass es ein sinnvoller Zwischenschritt ist, der kurzfristig eine kostengünstige Versorgung mit hohen Bandbreiten ermöglicht.

(kb)

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